Seemannschaftmit Weltumsegler Wilfried Erdmann und
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Seemannschaft mit Wilfried Erdmann

Verschiedene Tipps und Erfahrungen auf Basis von Frage und Antwort. Neben den detaillerten Ausführungen können hier die kurzen Tipps nachgelesen werden.


Die Winschkurbel in der Winsch stecken lassen?

Wer einmal die Winschkurbel, per Rückschlag, gegen das Handgelenk geknallt kriegt, der stellt sich diese Frage nicht mehr. Mir ist es nämlich passiert – ganz übel, als ich mit meiner ersten KATHENA in der Bucht von Alicante das Segeln übte. Mein Handgelenk erinnert mich heute noch daran. Ich hatte damals – natürlich – die Kurbeln auf den beiden Schotwinschen stecken, als mir beim Schricken der Fockschot der Kurbelgriff ungebremst gegen die Hand schlug. Ursache? Die Winsch war in sich verschmiert, das Fett hart, so daß die Sperrklinken nicht mehr einrasteten. Jetzt muß ich anmerken, daß die Qualität der damaligen Winden nicht dem heutigen Standard entsprach.

Später hörte ich von Seglern, die es noch kritischer traf. Zum Beispiel verursachte die Kurbel durch einen gebrochenen Springring einen Kieferbruch.

Klar, daß ich seit meinem Mißgeschick die Kurbeln nach Gebrauch abziehe und verstaue. Nur wohin? Das Problem: Meine ersten Boote hatten keine Schwalbennester oder andere Staufächer im Cockpitbereich. Meist lagerten die Kurbeln dann in der Backskiste. Ungenutzt. Ich brauchte sie ohnehin kaum, meine Boote waren klein und ich jung und stark. Beneidete aber immer die richtigen Yachten mit all den schönen Winschen und den zum Teil doppelhandigen Kurbeln "de luxe" obendrauf. Das sah so richtig schiffig aus.

Spaß beiseite. Inzwischen gibt es die sogenannten Kurbeltaschen. Diese im Cockpit und am Mastfuß (Achterkante) montiert vereinfachen das Handling sehr.

Steckende Handkurbeln am Kopf der Winsch können nicht nur zu Verletzungen führen, sondern ein Boot auch beim Manöverfahren behindern, indem sich die Schot oder das Fall beim Loswerfen vertörnt. Wer viele Wenden im engen Gewässern fährt tut gut daran, nach jedem Schlag die Kurbel abzuziehen, ansonsten könnte es mal nicht rechtzeitig mit der Wende klappen und somit das Schiff auf Grund laufen. Alles schon passiert. Ich plädiere dafür, im Cockpit nur mit einer Kurbel in Gebrauch zu segeln. Diese ziehe ich nach jeder Benutzung instinktiv ab, stecke sie auf eine unbenutzte Winde oder besser in eine Kurbelhalterung.

Ebenso verhält es sich mit den Mastwinden. An aufgesteckten Kurbeln können schlagende Schoten hängen bleiben, sie beschädigen oder gar abreißen und durch die Luft katapultieren, was schlimm ausgehen kann. Außerdem wird man bei Seegang oder Schräglage verleitet, sich daran festzuhalten, was zur Folge haben kann, daß sich die Arretierung löst und der sogenannte "Haltegriff" sich als Überbordrisiko entpuppt.

Zusammenfassend: Handkurbeln nach Benutzung abnehmen und in Reichweite lagern. Das verhindert Verletzungen, Ärger bei Manövern und Beschädigungen oder gar den Verlust der Kurbel, ein häufiges Übel beim Segeln. Beim Chartersegler ein alltägliches Malheur.






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