Seemannschaftmit Weltumsegler Wilfried Erdmann und
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Seemannschaft mit Wilfried Erdmann

Verschiedene Tipps und Erfahrungen auf Basis von Frage und Antwort. Neben den detaillerten Ausführungen können hier die kurzen Tipps nachgelesen werden.


Braucht man Maststufen?

Wer sämtliche Ratschläge umsetzt, um eventuellen Fährnissen entgegenzutreten, holt sich mit einer umfangreichen Ausrüstung neue Probleme an Bord. Soviel zur Notwendigkeit. Außerdem: Je erfahrener und sportlicher die Crew, desto geringer darf der Zubehör-Aufwand sein. Das trifft auch auf die größtenteils häßlichen Maststufen zu. Trotzdem oder gerade deshalb hier meine Anmerkungen:

Wer auf Langfahrt geht, folglich auch schon mal bei bewegter See in den Mast muß, weil ein Defekt zu beheben ist, sollte sich für den Anbau fester Stufen entscheiden. Immer sind meines Erachtens Trittstufen notwendig, wenn eine komplizierte Takelage gefahren wird: Stowaway, Rollfocks, Lattensegel und dergleichen. Damit kommt es nämlich häufiger zu Notfallsituationen an Mast und Segeln. Jetzt ist es aber nicht so, daß man bei jedem Wetter trotz Stufen den Mast aufentern kann. Bei einer Sturmsee oder Kreuzsee ist es schier unmöglich.

Trittstufen am Mast sind nicht nur von Vorteil, um Havarien zu beheben, sie sind ideal, um mal schnell von oben zu lotsen oder um das Rigg zu überprüfen. Zwar kann man sich auch mit dem Bootsmannsstuhl hochkurbeln lassen, aber dazu muß man sich erstmal überwinden es überhaupt zu tun, während es mit Sprossen eben schneller und einfacher geht. Effekt: Damit sollte das Rigg stets in Ordung sein, jedenfalls weniger anfällig. Auch wenn Stepps angebracht sind, ist ein Bootsmannsstuhl notwendig. Ein guter Sitz bietet Sicherheit beim Arbeiten im Rigg.

Es gibt eine Vielzahl von Stufen auf dem Markt: Bewegliche, also klappbare, aus Aluguß mit breiter Trittfläche, dann welche aus Niroflacheisen, aus Draht gebogene undsoweiter. Am meisten werden die mit breiter Trittplatte montiert, um sich, so vermute ich, barfuß im Mast zu bewegen, aber die breiten Stufen sind nun wirklich keine Zierde im Rigg, zudem bieten sie mehr Windwiderstand. Nicht empfehlenswert. Auch das Argument barfuß zieht nicht, einen Mast besteigt man immer mit Schuhwerk. Die aus Draht gebogenen, erfüllen am ehesten ihren Zweck. Sie geben einen guten Halt da keine scharfe Kanten. Ich kann mich daran gut festhalten, und zudem sind sie optisch gefällig und wichtig – leicht vom Gewicht. Zudem: Für kleine und mittlere Yachten ist ein einzelner Drahtbügel völlig ausreichend. Alternativ dazu bietet sich eine Stufe mit Tritt aus zwei Drähten und einem Bügel an. Teuer aber sehr solide. Die Stufen sollten drei Kriterien erfüllen: acht Millimeter Drahtdicke, Vierpunktbefestigung mit Nieten, gegen Abrutschen mit dem Bügel nach oben gesichert sein. Und: Um Korrosion (Elektrolyse) zu verhindern, bei der Montage darauf achten, daß ein Isolationsring zwischen Nirostahl und Aluminium liegt! Diese Nachlässigkeit des Mastenbauers hat dazu geführt, daß das Mastprofil meines Freundes angefressen wurde.

Um den idealen Abstand festzustellen, sollte man zur Probe einen Mast mit Stufen besteigen. Jeder Mensch hat andere Winkel- und Kraftverhältnisse (besser ergonomische Anpassung). Als Regel gilt aber, beginnend einen halben Meter oberhalb des Großbaumes, ein Abstand von 50 Zentimetern – abwechselnd rechts und links vom Mast angebracht.






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