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Eigentlich eine leichte Frage, auf die es nur eine Antwort gibt: Nein. Nur auf Satellitendaten würde ich mich nicht verlassen. Nie und nimmer. Aber der Lustlosigkeit gegenüber der Astronavigation ist ganz leicht, falsch, ganz einfach beizukommen.

Zunächst schlage ich vor, zwei GPS-Geräte mit auf die Atlantikrundreise zu nehmen. Ein fest installiertes am Kartentisch und ein Handgerät mit Trockenbatterien als Sicherheit.

Daneben würde ich mir einen Sextanten besorgen und Grundkenntnisse für die einfachste Form der Astronavigation aneignen. Ohne beides ein Ablegen für Ozeanfahrt überhaupt nicht in Erwägung ziehen.

Die Ortsbestimmung besteht aus: Erstens einer Breitenbestimmung durch Beobachtung der Sonne im Augenblick der Kulmination. Also wenn die Sonne am höchsten steht. Zweitens der Mittagslänge aus zwei gleichen Höhen, sozusagen aus zwei geschossenen Höhen - vor und nach der Kulmination der Sonne. Das begreift eine Seglerin und auch ein Segler schon nach wenigen Übungen. Wichtigste Übung jedoch ist, den Sextanten richtig zu halten, ihn mit dem Handgelenk pendeln zu lassen. Alles was Sie noch für die Berechnung des Mittagsortes brauchen ist die genaue Uhrzeit, das Datum und das Buch "Segeln mit Wilfried Erdmann" (Edition Maritim). Ja, in diesem Buch ist der Mittagsfix auf zwei Seiten verständlich und ausreichend erklärt. Und viel wichtiger: die dort abgebildeten nautischen Tafeln, vorausberechnet bis zum Jahr 2013, ich wiederhole 2013 - vorausgesetzt die Sonne scheint.

Wer mit diesem System navigiert, braucht nichts zu zeichnen. Er Spart sich das Hantieren mit Leerkarten, Tabellenbüchern - außer meinem oben aufgeführten. Die Berechnungen ergeben unmittelbar die geographische Breite und Länge des Schiffsortes. Verblüffend die Genauigkeit - bei ruhiger See 2 Seemeilen, bei Seegang entsprechend mehr, vielleicht 3 bis 4. Die Exaktheit hängt sehr vom Geschick des Navigators ab.

Nochmals: Für diese Navigationsrechung brauchen Sie weder ein Jahrbuch, noch Computer und großes theoretisches Wissen. Ich habe 1966 so angefangen.

Ein Landfall nach einer mehrtägigen Fahrt mit Hilfe des GPS-Computers mag zwar aufregend sein, ein "Sextanten-Landfall" ist schlichtweg der Himmel.



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