Seemannschaftmit Weltumsegler Wilfried Erdmann und
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Seemannschaft mit Wilfried Erdmann

Verschiedene Tipps und Erfahrungen auf Basis von Frage und Antwort. Neben den detaillerten Ausführungen können hier die kurzen Tipps nachgelesen werden.


Wieviel Geld brauche ich für unterwegs?

Da ist sie endlich, die Frage nach dem Geld. Nur in diesem Zusammenhang habe ich sie nicht erwartet. Wer die Mittel für eine 13 Meter lange Yacht hat und sie für eine Weltreise ausrüstet, sollte sich eigentlich über Kosten unterwegs keine Gedanken machen müssen. Da kommt es doch auf ein paar zehntausend Mark mehr oder weniger kaum an.

Im einzelnen und ernsthaft: 1500 Euro pro Monat und Person sind ein guter Richtwert für Ihr Vorhaben. Damit läßt es sich fein reisen, man kann mit dieser Summe an Bord gut leben und hat für die Hafentage sowie fürs Schiff, auch Ihrer Größe, viele Möglichkeiten. Neben "der Karte" sind US-Dollarnoten in Übersee immer noch ein gängiges und beliebtes Zahlungsmittel.

Die Kosten schlüsseln sich nach meinen Erfahrungen folgendermaßen auf: ein Drittel Lebensmittel und Getränke; ein Drittel Verschiedenes wie Porto, Telefon, Foto, Kleidung, Landausflüge, Geschenke; das letzte Drittel für den Unterhalt des Schiffes, inklusive Treibstoff, Ersatzteile, Putzmittel sowie Liege- und Behördengebühren (derzeit nicht unerheblich, überall sind Noten für Visa, Überstunden, Leuchtturmsteuern fällig). Wer, wie es neuerdings häufig passiert, seine Kosten so aufschlüsselt, daß ein Drittel für Reparaturen draufgeht, hat falsch gewählt bei Schiff und Ausrüstung.

Folglich dieser Gedanke: Es ist schier unmöglich Langfahrtseglern, deren Lebensstil ich nicht kenne, Rat in Gelddingen für unterwegs zu geben. Salopp gesagt, finanzielle Tips sind wie eingetretene Schuhe, sie passen einem anderen nur im glücklichsten Falle. Zu unterschiedlich sind die Ansprüche. Der eine Segler braucht jeden Abend seine Hafenbar, andere hocken derweil im Cockpit und genießen ihr "Paderborner Pils" aus der Heimat. Üblich ist inzwischen auch, daß man seine Fahrt unterbricht, sich jährlich einen sogenannten Heimaturlaub genehmigt. Dahingehend betrachtet, sind Reisekosten nicht übertragbar.

Ich neige generell dazu, die Ausgaben zu niedrig anzusetzen. Ein größeres Boot kostet schon von vornherein ein Mehr an Unterhalt. So ist es durchaus möglich mit einem gut ausgerüsteten neun Meter Boot und einem Etat von 1500 Euro monatlich ausgezeichnet über die Meere zu kreuzen. Mit handwerklichem Geschick, so daß man Reparaturen selbst ausführen kann, spart man viel Geld.
Eigentlich sind die Preise für den Lebensbedarf unterwegs unwesentlich höher als hierzulande. Was eine Reise teuer macht, sind unerwartete Schäden und Reparaturen am Schiff, Marinakurse und Restaurantbesuche. Tourensegeln an Europas Küsten, speziell im Mittelmeer, ist schon wegen der hohen Hafengebühren ein etwas teureres Vergnügen. Doch: 1995 reichten 2000 Mark im Monat, um mit meiner Frau und der zehn Meter langen KATHENA INA die Nordsee zu umrunden. Ein Kleid für Astrid war da allerdings nicht mehr drin.

Grundlegend: Das Finanzielle darf nicht zum vorherrschenden Gespräch an Bord werden, denn das wird sich immer negativ auf den Sinn der Reise auswirken.






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