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Der Fall vor Kap Hoorn | 5-Seiten-Auszug aus dem Buch "Die magische Route -
Als erster Deutscher allein und nonstop um die Erde"
(1986, Neuauflage Januar 2001 | Verlag Delius Klasing) | Text-Datei zum Runterladen
26. Febr. 1985 - 173. Tag | Kap Hoorn in Sicht
Mit ein wenig Phantasie kann ich das schon sagen: »Kap Hoorn ist in Sicht.« Auf meiner englischen Seekarte Nr. 539 sehe ich das Ziel zumindest. Ich habe dabei ein bißchen geschummelt, indem ich die Karte mit einem Bogen weißen Papiers vergrößerte. Aber immerhin bin ich drauf, und das erfüllt mich mit einer gewissen Befriedigung. Ist doch diese Region für Seeleute die gefährlichste der Erde. Hier, am Südzipfel Südamerikas, erreichen 30 bis 40 Prozent aller Windgeschwindigkeiten Stärke 7 und mehr. Da es meist aus einer Richtung bläst, baut sich über die riesige Weite des Pazifiks eine atemberaubende Dünung auf. Sie stößt dann auf die Enge zwischen dem Hoorn und der Antarktis (500 Meilen südlicher), auf 100 Meter Wassertiefe nach vorher 5000 Metern. Die Höhe der Wellen nimmt durch die Bremswirkung zu, ihre Länge ab. Wenn man dann bei Sturm das Schelf passiert, muß der Kapumrunder mit monströsen Brechern rechnen. Und genau das macht das Hoorn so berühmt und berüchtigt ...

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